Wer auf der Suche nach einem online Tierfriedhof ist, der hat meistens einen nicht so schönen Anlass dafür. Ein treuer Freund ist gestorben, und man möchte etwas tun. Die Beisetzung ist vielleicht noch nicht passiert oder man warte auf die Rückführung der Asche.

Eine Gedenkseite kann dabei helfen die Trauer in Worte zu fassen, und der Gedanke an die Regenbogenbrücke tröstet uns.
Doch solltest Du gerade kein Tier verloren haben, oder noch eines oder mehrere weitere besitzen, dann ist jetzt vielleicht auch der Zeitpunkt um über die Sterbevorsorge nachzudenken.

Es gibt zwei Arten der Sterbevorsorge über die wir sprechen sollten.

 

1 Dein Tier stirbt
Sicher der häufigste Fall, und vermutlich auch der Grund warum Du Dich gerade auf einem virtuellen Tierfriedhof rumtreibst.
Unsere Haustiere sind heutzutage sehr gut medizinisch versorgt. Sie werden deutlich älter als ihre freilebenden Artgenossen. Die Versorgung im Krankheitsfall durch einen Tierarzt oder eine Tierklinik ist aber auch oft mit enormen Kosten für den Tierhalter verbunden. Wer keine Tierkrankenversicherung hat, der muss schließlich für jeden Untersuchung und Behandlung alleine aufkommen. Ein Aufenthalt in der Tierklinik kann einen da schon mal an die finanziellen Grenzen bringen, und nicht wenige müssen eine Ratenzahlung vereinbaren oder sogar einen Kredit aufnehmen.

Wer keine Tierkrankenversicherung hat, sollte darum wenigstens jeden Monat einen kleinen Betrag für seine Tiere zur Seite legen, man weiß ja nie was kommt.
Nehmen wir also an, Du hast Dein ganzes Geld bei Tierärzten gelassen und Deinem Tier konnte trotzdem nicht geholfen werden. Es ist gestorben und Du musst es nun beerdigen. Einen Garten hast Du aber nicht zur Verfügung und darum suchst Du nach einem Tierkrematorium. Du wirst sehr schnell feststellen, dass es verschiedene Arten der Einäscherung gibt. Die Einzeleinäscherung, bei der Du die Asche Deines Tieres wieder zurück bekommst, ist natürlich deutlich teurer als eine Sammelkremierung. Hinzu kommen dann noch extra Kosten wie Abholung des Tieres, eine Urne, ein Andenken in Form eines Anhängers oder ein Pfotenabdruck, und wenn Du bei der Einäscherung dabei sein möchtest, um noch einmal Abschied von einem geliebten Tier zu nehmen, dann musst Du auch dafür noch etwas drauflegen.

Kurz: Auch sterben ist teuer, aber auch dafür kann man vorsorgen. Manche Tierbestatter bieten eine Sterbevorsorge für Haustiere an, auch Haustiervorsorge genannt. Für gewöhnlich kannst Du entscheiden, wann Du wie viel einbezahlen möchtest. Der Vorteil gegenüber einem normalen Sparbuch ist, dass Du im Todesfall den Preis von heute bekommst. Alles wird mit der Zeit teurer und so weißt Du schon einmal womit Du ungefähr rechnen musst, bzw. hast schon einen Teil abbezahlt. Bei manchen Anbietern gibt es auch Rabatte, wenn man einen größeren Betrag auf einmal zahlt. Sollte die Bestattung hinterher weniger kosten als Du eingezahlt hast, bekommst Du den zu viel bezahlten Betrag sogar zurück.
Eine Sterbevorsorge für Haustiere ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Man hat später eine Last weniger zu tragen und muss sich nicht auch noch darum Sorgen ob man die Beerdigung bezahlen kann. Die Haustiervorsorge ist darum für jeden sinnvoll der nicht finanziell völlig sorglos ist.

 

2 Du stirbst vor Deinem Tier
Auch über diese Möglichkeit sollte jeder von uns einmal nachdenken. Was passiert mit Deinem Hund oder der Katze, wenn Du morgen von einem Auto überfahren wirst? Hast Du jemanden der sich dann um sie kümmert? Was kann man zur Vorsorge tun?

Eine gute Idee ist es, bei Zeiten ein Testament zu machen und darin eine Regelung für die eigenen Haustiere zu treffen. Auch kann man die Person, die die Tiere übernehmen soll, mit einem kleinen Vermächtnis bedenken um die Versorgung der Haustiere zu sichern. Du solltest Deinen Plan aber mit der Person, die Deine Lieblinge übernehmen will, natürlich vorher absprechen. Es bringt nichts, ein Tier an jemanden zu vererben der es gar nicht will.

In Deinem Testament kannst Du also einer beliebigen Person mit einem Vermächtnis bedenken, wichtig ist dabei auch die Versorgung der Tiere als Auflagen festzulegen. Am besten gehst Du mit Deinem Testament zum Notar. Wer ganz sicher gehen will, der muss einen Testamentsvollstrecker mit der Überwachung der Auflagen betrauen. Sollte die Person, die dafür vorgesehen ist, den Auflagen nicht nachkommen, wird ihr das Haustier und das Vermächtnis entzogen und an eine andere Person (die Du vorsichthalber auch schon bestimmen solltest) weitergeben.
Das klingt jetzt vielleicht alles furchtbar kompliziert, ist es aber nicht. Besprich die Sache mit Deinen Verwandten oder Freunden. Bei Zweifeln gehst Du einfach zu einem Notar, der erklärt Dir gerne alles noch einmal im Einzelnen.

Falls Dir keine Person einfällt, der Du Dein geliebtes Tier anvertrauen kannst, dann solltest Du Dir schon einmal ein paar Gnadenhöfe oder Tierheime ansehen. Auch die kannst Du im Testament zusammen mit einer Pflegeauflage bedenken.